Das Pflegekonzept - Sinn und Zweck

Der Juragarten zeigt in naturnah gestalteten Kleinarealen eine Auswahl von Pflanzen aus dem Solothurner Jura und den angrenzenden Gebieten.
Der Juragarten zeigt in naturnah gestalteten Kleinarealen eine Auswahl von Pflanzen aus dem Solothurner Jura und den angrenzenden Gebieten. Ausgewählt wurden Arten aus den Landschaftstypen, die im Gebiet markant vertreten sind. Im Wesentlichen sind dies der Wald, die Weide, die Heumatte, die Felsen und die daran anliegenden Geröllhalden. Wir befinden uns in der Subalpinen Höhenstufe. Hier entwickelten sich über lange Zeit spezifische Pflanzengesellschaften. Der Aufbau des Bodens, die Art und die Menge der Nährstoffe und das Klima bestimmen die Arten der Pflanzen, die schliesslich eine sich langsam entwickelnde und sich dauernd verändernde Gesellschaft bilden. Auch die Nutzung durch Mensch und Tier beeinflusst die Zusammensetzung.
Mit einer extensiven Pflege versuchen wir eine alle Sinne ansprechende Anlage zu gestalten und laden die Besucher ein, sich vor oder nach einer Wanderung noch etwas intensiver mit der Pflanzenwelt zu befassen.
Pflegekonzept
- Wir wollen grundsätzlich die Flora der Juralandschaft Weissenstein zeigen.
- Grundlage bildet die "Liste 710: Weissenstein" der Swiss Web Flora (www.wsl.ch), die 391 Arten enthält.
- Als wichtigste Landschaftstypen sollen Heumatte, Weide, Wald, Waldsaum, Fels- und Geröllflur dargestellt werden.
- Es werden Pflanzen gruppiert, die auch unter natürlichen Verhältnissen als botanische Gesellschaften etabliert sind. Der Garten soll mit Form und Farbe die Besucher anziehen, zum Schauen anregen und dazu animieren, die ausgestellten und mit Schildern bezeichneten Pflanzen "draussen" wieder zu erkennen.
- Die Pflege soll sanft und extensiv sein. Mit Ausnahme der Fels- und Geröllflur ist eine geschlossene Vegetationsdecke anzustreben.
- Unterhalt und Pflege geschehen durch freiwillige Helfer angeleitet durch eine Fachperson.
- Periodisch soll eine Überprüfung der Artenliste durch Fachleute stattfinden.
- Ein spezielles Augenmerk ist auf eine artgerechte Vorbereitung des Bodens, auf die Exposition und auf die Verteilung von Licht und Schatten zu legen.
- So weit es sinnvoll ist, sollen ästhetische Vorstellungen des Publikums realisiert werden.

